Mordtat Nonnenwald

Mordtat

 

Nicht weit von uns in den Hohenhäuser am 14. September 1894

 

Mordtat3

 

500 Meter von uns auf dem Weg nach Martinlamitz

wurde die 18 Jährige Margaretha Wolfrum aus dem Rehauer Ortsteil Hohenhäuser im Wald beim Beerenpflücken vom Tagelöhner Christian Künzel aus Schwarzenbach ermordet.

Dieser wurde wegen Totschag, versuchter Vergewaltigung und Meineid am 11.03.1895 zu 14 Jahren Zuchthaus in der Plassenburg, Kulmbach veurteilt in der er auch vor Ende seiner Haftstrafe verstarb.

 

 

Wer war schon mal da?


Das Haus der Familie stand früher gegenüber von uns Richtung Fußballplatz.

 

500 Meter von uns auf dem Weg nach Martinlamitz

 

Auf dem Weg Pilgramsreuth - Martinlamitz, nach Überquerung des Goldbachgrundes, kommen wir zum Anstieg des Petersberges. Zu beiden Seiten des Weges zeigen uns zwei größere Grenzsteine, daß hier der Staatsforst beginnt. In südlicher Richtung führt ein Steig am Waldrand entlang zu einer kleinen Waldschneise und zu dem Gedenkstein. Er ist aus Granit, 1,10 Meter hoch, oben 0,25 Meter breit und 0,15 Meter dick, unten 0,47 Meter breit und 0,25 Meter dick. Inschrift, vordere Seite: "Hier wurde ermordet Jungfrau M. Wolfrum von Hohenhäusern am 14. 9. 1894." Rückseite: "Durch den Mörder Künzel von Schwarzenbach a.d.S." Auf der Vorderseite ist oberhalb der Schrift ein Kreuz und auf der Rückseite ein Messer eingemeißelt. Auf dem Stein ist an einem kurzen Eisenstab eine Blechtafel befestigt. Die ehemals aufgemalte Schrift ist völlig verwittert und unleserlich. Ein in der Nähe arbeitender Bauer konnte uns den nicht mehr lesbaren Spruch vorsagen: "Schauet doch und sehet, ob irgend ein Schmerz sei wie mein Schmerz, der mich getroffen hat." Wie schon die Inschriften auf dem Gedenkstein besagen, wurde hier am 14.September 1894 die 18jährige Häuslerstochter Margareta Wolfrum von den Hohen Häusern während der Beerensuche von dem 17jährigen Künzel aus Schwarzenbach/Saale überfallen und durch 22 Messerstiche tödlich verletzt. Der Mörder konnte einige Zeit geschickt den Verdacht auf einen völlig unschuldigen Jagdpächter lenken, wurde aber dann doch durch einen Briefträger beim Reinigen seines zur Mordtat benützten Messers überrascht und überführt. Wegen seines jugendlichen Alters erhielt er lebenslänglich Zuchthaus. In der Strafanstalt Plassenburg beendete er selbst sein Leben. (Bucka 1969)