Pilgramsreuth

Ort Pilgramsreuth

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pilgramsreuth2018

 

Pilgramsreuth ist ein Pfarrdorf und seit 1978 ein Ortsteil der Stadt Rehau im oberfränkischen Landkreis Hof.

Höhe: 580 m ü NN

 

 

Pfarrkirche Pilgramsreuth

 

Die Dorfkirche in Pilgramsreuth, deren Ursprung auf das Jahr 1308 zurückgeht, zählt zu einer der schönsten in ganz Deutschland. Kleinode dieser Kirche sind die Moseskanzel (1694) und der Altar (1710), beide geschaffen von dem Bayreuther Hofbildhauer Elias Räntz.

Sehenswert ist die evangelisch-lutherische Pfarrkirche mit Freskenresten aus gotischer Zeit und reicher Ausstattung von großer Einheitlichkeit aus dem Barock um 1700. 1473 war der Bau des Langhauses abgeschlossen, aus dieser Zeit dürfte der Großteil der Wandmalereien stammen, von denen 16 Figuren bzw. Szenen freigelegt sind, unter anderem eine seltene Darstellung des Volto Santo mit dem Spielmannswunder, sonst meist Marienfiguren und Heiligenbilder, ebenso der Altar des Bayreuther Bildhauers Elias Räntz von 1710/11 mit Darstellung des Erlösungswerkes Jesu vom Abendmahl bis zum himmelfahrenden Christus. Der Kanzelaufbau ist reich an Figuren; die Brüstungsflächen der Emporen tragen 76 gemalte Szenen. Die Kirche enthält weiterhin eine gotische Sakramentsnische, die bilderreiche Barocktaufe von 1719, einen Taufstein aus dem 15. Jahrhundert, einen Pfarrstuhl von 1692, Holzfiguren aus einem spätgotischen Flügelaltar mit Maria, Katharina, Barbara und Grabplatten aus den Jahren 1717/18.

Die Kirche von Mai bis Oktober täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet und kann besichtigt werden.
Allerdings können die Kirchenbesucher lediglich die Fohrenreuther Empore (von außen) betreten, nicht das Kirchenschiff.  Von der Fohrenreuter Empore aus kann man den Kircheninneraum mit seinen Kunstschätzen gut betrachten und auch zum Gebet verweilen.

 

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Nicht weit von uns in den Hohenhäuser am 14. September 1894

 

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500 Meter von uns auf dem Weg nach Martinlamitz

wurde die 18 Jährige Margaretha Wolfrum aus dem Rehauer Ortsteil Hohenhäuser im Wald beim Beerenpflücken vom Tagelöhner Christian Künzel aus Schwarzenbach ermordet.

Dieser wurde wegen Totschag, versuchter Vergewaltigung und Meineid am 11.03.1895 zu 14 Jahren Zuchthaus in der Plassenburg, Kulmbach veurteilt in der er auch vor Ende seiner Haftstrafe verstarb.

 

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Am 01.12.1990 wurde in Pilgramsreuth, ländlicher Ortsteil der Stadt Rehau/Ofr., ein Denkmal eingeweiht, das die Inschrift trägt: „Um 1647 begannen in Pilgramsreuth Hans Rogler und andere Bauern systematisch mit dem Feldanbau der Kartoffeln“

Die Bronzeplastik auf einem Sockel mit aufrecht gestelltem Bauersmann mit Kartoffelgrabegerät und der knieenden Bäuerin mit Kartoffelkorb vor sich im bäuerlichen Gewand des 17. Jahrhunderts, würdigt den bisher bekannten frühesten Kartoffelanbau in Bayern, der nach derzeitigem Erkenntnisstand zugleich auch der früheste in Deutschland gewesen sein dürfte.

Der geschichtliche Hintergrund hierzu ist in der zweisprachigen (deutsch/tschechisch) Broschüre aufbereitet, die Sie durch Anklicken der nachfolgenden Schaltfläche öffnen können:

Broschüre  "Hranice und Rehau - Die Wiege des feldmäßigen Kartoffelanbaus"

 

Quellen:

Stadt Rehau

Erwin Purucker